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Zeitschrift für Glorantha, Hero Wars, RuneQuest und verwandte Systeme
 
 

Glorantha - eine etwas andere Fantasy-Welt

Was ist Glorantha?

Glorantha ist eine Blase der Realität im unendlichen Raum aller Möglichkeiten der großen Leere. Die Welt ist eine flache Scheibe von Land, die von einem großen Ozean-Fluß umspült wird. Überdeckt wird dies von der Himmelskuppel, und darunter befindet sich eine halbkugelförmige Schale aus Dunkelheit, die die Unterwelt beinhaltet. Götter und andere Unsterbliche leben an den Rändern der Welt.

Im Zentrum von Glorantha liegt die Welt der Sterblichen: Menschen, aber auch andere humanoide Rassen wie Trolle, Aldryami (auch Elfen genannt, humanoide Pflanzen, die eine Verwandtschaft mit bestimmten Bäumen haben), Mostali (Zwerge, die sich aber nicht als Individuen, sondern als Teile der Weltmaschine verstehen), Drachenmolche (oder Drachenbrut, geschlüpft aus von unreifen Drachen gelegten Eiern, leben diese Wesen in einem Zyklus aus Erfahrung, Tod und Wiedergeburt aus ihrem Ei, bis sie sich zu vollen Drachen entwickeln), Windkinder (geflügelte Menschen), Tiermenschen (Zentauren, Minotauren, Satyrn, Fuchsfrauen, Schwanenmaiden, Mantikore etc.), Enten (wie Donald Ducks barbarische Vorfahren, nicht unbedingt ernstzunehmen, daher unangenehme weil peinliche Gegner), Molchlinge, verschiedenartige Meeresmenschen, Slarge (Echsenwesen), Magisaurier, Timinits (intelligente Insektenartige), Jelmre (lemurenartige Baumbewohner, die ihre Emotionen kristallisieren können), und unzählige Chaoswesen wie Broos (auch "Bruus" geschrieben, und ausgesprochen), Oger, Skorpionmenschen usw. 

Als Glorantha noch jung war, lebten auch die Götter im Zentrum der Welt, zusammen mit allen anderen Kreaturen. Dann rebellierten einige Götter gegen die ungerechte Behandlung durch den Kaisern der Welt, und es kam zum Götterkrieg. Tod kam in die Welt, der Sonnengott wurde vom Sturmgott erschlagen, die Welt fiel in eine Periode der Finsternis, und die Dämonen der Unterwelt, Geschöpfe der Dunkelheit, wurden vom toten Sonnengott auf die Oberflächenwelt vertrieben. Aber alles wurde verschlimmert, als einige Götter sich verschworen und die Mächte des Nichts aus der großen Leere in die Welt riefen. 

Aus ihrer Verschwörung wurde Wakboth, der Teufel, geboren, und er führte seine Geschwister, die Broos, gegen den Palast der Götter, einen immensen Berg, der sich aus dem Zentrum der Welt erhob. Obwohl Götter und Sterbliche sich ihnen in den Weg stellten, erreichte der Teufel schließlich den Palast der Götter, erschlug die Großen Götter der Welt, und brachte den Palast zum Einstürzen. Durch dieses Loch in der Welt drangen die Mächte der Leere in die Welt ein. Weil aber die unendliche Vielfalt der Leere keinen Platz in der Welt hat, wurden sie zu Mächten des Chaos, der absoluten Vernichtung der Schöpfung. 

Die Bewohner der Welt leisteten verzweifelten Widerstand, aber alles wurde schlimmer. Orlanth, der Sturmgott, versuchte das Chaos zurückzuhalten, es gelang ihm aber nicht. Die Welt fiel auseinander, und er erkannte seinen Fehler und brach auf, um den Sonnengott zurück in die Welt zu holen. Ohne seine Führung wurde alles noch schlimmer... Schließlich kam es zur letzten Schlacht. Jeder stand allein dem großen Schrecken gegenüber, ohne jede Hoffnung. Die Helden kämpften trotzdem, und wider jede Erwartung überlebten sie. Die Ausbreitung des Chaos hörte auf, aber der Stand der Dinge war schlimm genug. 

Orlanth und einige Begleiter, genannt die Lichtbringer, drangen in die Unterwelt ein, wo der Sonnengott über einen Hofstaat von toten Göttern regierte. Unter großen Schwierigkeiten und Verlusten erreichten die Lichtbringer ihr Ziel, und Orlanth gestand seinen Fehler ein. Der Sonnengott Yelm akzeptierte dies nach einigem Zögern, und die Götter schlossen einen Kompromiß. Zusammen bereiteten die Götter einen Hinterhalt für den Teufel vor, der in einem der letzten Gefechte vom Sturmbullen getötet und in die Unterwelt geschickt worden war. Eine neue Gottheit, Arachne Solara, die Sonnenspinne, erschien unter den Göttern und webte ein Netz, in dem die Götter gemeinsam den Teufel fingen. Die Sonnenspinne verzehrte den Teufel, und gebar daraus einen neuen Gott, Zeit. Dann führte sie die Götter zurück auf die Welt. 

Die Dämmerung der Zeit war eine große Erleichterung für die Völker der Welt. Die Rückkehr der Sonne und ihrer Götter erleichterte das Leben der Überlebenden enorm. Aber der Kompromiß der Götter sah vor, daß die Götter nicht mehr in der Welt der Sterblichen um ihre Vormacht kämpfen durften. Jeder Gott durfte nur noch das tun, was seine Eigenart war. Alle Änderungen in der Welt mußten von den Sterblichen ausgehen.